Mein erstes Fahrsicherheitstraining:

(Zum Vergrößern der Bilder einfach anklicken!)

Gekauft habe ich das Motorrad erst im Frühjahr, aber diesmal kam der Beschluß ein Sicherheitstraining mitzumachen. Dank des Angebotes meines Verkäufers habe ich nicht lange überlegen müssen.


Namensschild

Programmablauf

Also morgens 6:30 Uhr zu Hause gestartet Richtung Oschersleben bei recht starkem Wind über die A2. Vor der Ankunft noch schnell vollgetankt und dann ab zur Motorsport Arena. Jetzt wurden die letzten Formalitäten erledigt, die Teilnehmerschilder mit Ablaufplan (siehe oben) verteilt und es gab ein kleines Frühstück. Bis 9 Uhr waren dann alle 24 Teilnehmer, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden, da.


Blick zum Parkplatz

Nach der Vorstellung der Instruktoren begaben sich die Teilnehmer zu den Motorrädern um auf die Rennstrecke zu fahren. Dort fuhr jeder zu seiner Sektion. Bei mir begann es mit dem Bremsen. Wie schon immer vermutet, habe ich meine Bremsen nicht wirklich ausgetestet. Hier ging das hervorragend, weil ja viel Platz war und einem wunderbar erklärt wurde, was zu verbessern geht. Dann eine Vorführung des Instruktors, das ein Motorrad mit oder ohne ABS bei den vorherrschenden Bedingungen (trocken und warm) keinen Unterschied macht. Das war sehr anschaulich.


Vorbereitung zur Bremsübung

Warten und Beobachten

Nun folgte Sektion 2 der Slalom. Zuerst wurde uns durch den rennerfahrenen Instruktor gezeigt wie man Lenkimpulse austeilt um dadurch das Motorrad noch druckvoller dazu zu zwingen was man als Fahrer möchte. Nach einigen Übungen auf gerade Strecke ging es dann um die Pilonen herum. Erst standen die Pilonen noch in einer Reihe. Dann wurden sie 2 Meter versetzt. Jeweils mehrere Durchgänge fuhr jeder und konnte so sehen was alles möglich ist mit dem eigenen Motorrad.

Danach kam erst Sektion 4, da Sektion 3 auf den Parkplatz verlegt wurde.
In dieser Sektion wurde uns beigebracht wie wir unser Motorrad beherrschen, wenn es keine ausreichenden Kreiselbewegungen zur Stabilisierung hat. Zuerst eine Fahrt geradeaus so langsam wie möglich (Stimme des Instruktors: so schnell das uns die Schnecken Überholen). Nach dieser wirklich anstrengenden Übung wurde es eigentlich noch schlimmer. Anfahren bei vollem Lenkanschlag. Wem graut es davor nicht und wer hat in so einer Situation nicht schon oft rangiert oder war dem Sturze nahe?!?! Zuerst also nach Links. Das war nicht einfach, aber es ging doch gut. Nach zwei Übungen ging es noch mehrmals nach Rechts. Dies ist deutlich schwerer, da meist der Tank die Gashand behindert. Auch diese Übung meisterten alle erfolgreich und danach fuhren wir in die Boxengasse zur Getränkepause.


Anfahren mit Lenkanschlag

Nach dieser Erfrischungspause (ich glaube alle waren durch die Übungen durchgeschwitzt) wurden wir für unsere erste Fahrt auf einer Rennstrecke instruiert. Es war eine geführte Fahrt um das Gefühl für die Strecke und die Kurven zu bekommen. Dann ging es in mehreren Gruppen los um die Rennstrecke herum. Die halbe Stunde wurde nicht durchgefahren, sondern gewechselt, weil es doch sehr anstrengend ist.


Proberunde des Instruktors

Warten in der Boxengasse

Nun folgt eine ausgiebige Mittagspause mit sehr gutem Essen und kalten Getränken. Es wurde nebenbei viel über alles Mögliche geredet. Die Pause verging wie im Fluge und nun machten wir uns auf von der Boxengasse zum Parkplatz. Dort kam jetzt die zurückverlegte Sektion 3. Ein Instruktor malte mit Kreide allen auf den Hinterreifen einen Strich. Danach wurde uns erklärt was wir alles machen sollten. Zuerst in den Kreis und ein paar Runden fahren. Während dieser Kreise immer wieder das Ausweichen mit Lenkimpulsen testen um dann die Richtung im Kreis zu ändern. (Fast alle haben eine Lieblingsrichtung) Nach dem Kreis wurde dann in der Gruppe über das erlebte geredet und jeder sah am Kreidestrich seine Reserve die er noch hatte (oder auch nicht). Nach dieser Übung ging es zurück in die Boxengasse. Dort war mittlerweile ein Renntaxi eingetroffen, welches später von Claudia Hürtgen chauffiert werden sollte. Wir stellten unsere Motorräder in der Boxengasse ab und es gab Kaffee und Kuchen.


Das Renntaxi

von innen

Pause

Nun folgte der zweite Durchgang ´Fahren auf der Rennstrecke mit den Instruktoren´, aber diesmal aufgeteilt in unterschiedliche Gruppen, je nach Wunsch (schnell, mittel, ruhig). Mittlerweile mussten wir aufpassen das wir uns nicht Überschätzten. So eine Rennstrecke verführt doch sehr, jedoch muss man jederzeit Hellwach sein. Wir fragten uns warum wir alle hoffnungslos verschwitzt waren. Lag es an den 27 Grad auf der Strecke oder war es doch ein bischen Angstschweiß? Nach dieser Übung war der ofizielle Teil am Ende und wir gingen in die VIP-Lounge zum Schlußwort der Instruktoren und um unsere Urkunde zu empfangen. In der Zwischenzeit testete Frau Hürtgen einen Zuffenhausener.


auf der Strecke

auf der Strecke

Claudia Hürtgen

Nun konnte jeder nach Hause, der wollte, oder aber man konnte warten, da nach den Tests von Frau Hürtgen noch Zeit war. Jetzt durfte jeder fahren wie er wollte. Ich habe auf der Zielgeraden zwar nicht ganz die 200 km/h geschafft, aber es war trotzdem ein unbeschreibliches Erlebnis. Ich glaube fest das es nicht das letzte Mal war, das ich so etwas mitgemacht habe. Dann fuhr ich zurück über Landstrassen um nach ziemlich genau 12 Stunden wieder zu Hause zu sein. Auf der Couch merkte ich dann ganz schnell das es ein sehr anstrengender aber auch sehr schöner Tag war.


warten auf die Freigabe

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